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Lübeck öffnet sich der Digitalisierung - was bedeutet das für die Hansestadt?

Das Hansemuseum bietet interaktive Ausstellungen mit elektronischen Eintrittskarten
Das Hansemuseum bietet interaktive Ausstellungen mit elektronischen Eintrittskarten

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Bis zum Jahr 2025 soll ganz Lübeck über kostenfreies WLAN verfügen. Auch in anderen Punkten soll sich die Stadt durch digitale Strategien hervorheben, hofft Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). Wie sehr kann sich Lübeck dadurch vom Rest des Landes abheben?

Jan Lindenau möchte Lübeck in die Zukunft führen – nicht nur um die Stadt noch attraktiver zu machen, sondern auch da er findet, dass es wesentlich ist, sich mit neuen digitalen Technologien zu beschäftigen. Eine Stadt, die das nicht tut, könnte in Gefahr laufen, in der Zukunft nicht mehr als attraktiv zu gelten, sagt er.

Was soll sich in Lübeck verändern?

Neben dem kostenlosen WLAN-Netz, das entstehen soll, ist auch ein Ausbau des Breitbandnetzes mit Glasfaser vorgesehen. Für die öffentlichen Stadtsysteme soll das Netzwerk weitere Vorteile aufweisen: Durch das Internet der Dinge (Internet of Things) sollen u. a. Ampeln besser kontrolliert werden können und Sensoren, die den Füllstand an Papiercontainern messen, gesteuert werden, neben anderen technischen Dingen.
Unter Lindenaus Aufsicht ist außerdem die Abteilung Strategie & Innovation entstanden, mit dessen Hilfe die Modernisierung erfolgen soll.

Wie sehr hebt sich Lübeck dadurch in Deutschland ab?

Mit dem Schritt, WLAN gratis in der gesamten Stadt anzubieten, hebt sich Lübeck nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene hervor. Viele Städte verfügen über WLAN im Stadtzentrum oder in Parks, Bahnhöfen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Dass aber eine ganze Stadt so gut wie überall WLAN zur Verfügung hat, ist selten. Tel Aviv zeigt unter anderen ein großzügiges Angebot. Hier wurde gratis WLAN im Jahr 2013 eingerichtet und inzwischen gibt es mehr als 180 Hotspots, die in der Stadt verteilt liegen. Im ersten Jahr nach Einrichtung des WLANs nutzten mehr als 100.000 Besucher das Angebot, schreibt die Website Trip Savvy. Dies zeigt, dass das öffentliches WLAN durchaus genutzt wird und daher für den Tourismus und die Einwohner sinnvoll sein kann. In Deutschland bieten die meisten großen Städte WLAN in der Innenstadt oder an bestimmten Standpunkten an. Pforzheim ermöglichte als erste Stadt Deutschlands ein WLAN-Netz in der gesamten Innenstadt. Kostenlos surfen können Sie in Deutschland in vielen Fastfoodrestaurants und Cafés wie McDonald’s, Subway, Starbucks und Coffee Fellows, in einigen Kaufhäusern und in Kleidungsgeschäften so wie bei H&M, IKEA und Galeria Kaufhof), außerdem im Apple Store, in Deutsche-Bank-Filialen, bei Real und an vielen anderen Orten.

Andere technische Fortschritte in Deutschland

Auch in anderen Bereichen entwickelt sich Deutschland weiter. Ein Beispiel sind kontaktlose Zahlungen, die sich immer mehr durchsetzen. Viele Menschen können auf diese Art ohne PIN bezahlen. Sie müssen lediglich ihre Karte, die das Wellensymbol trägt, an das Gerät im Geschäft halten. Bis 25 Euro ist so meist keine PIN erforderlich. Obwohl die Technologie in Deutschland, anders als in Ländern wie Großbritannien, noch nicht wirklich Fuß gefasst hat, haben inzwischen die meisten Bürger die Möglichkeit, sie zu verwenden. Seit etwa drei Jahren enthalten Kreditkarten und Girokarten das Zeichen der kontaktlosen Zahlung und den nötigen Chip. Kontaktlose Zahlungen werden in Supermärkten wie Rewe, Kaufland und Penny, in Baumärkten wie Obi, in Unterhaltungseinrichtungen wie dem RheinEnergie-Stadion sowie in Esslingen und Ludwigsburg seit kurzem im Bus akzeptiert. Die Möglichkeiten sind also vorhanden. Selbstverständlich ist es auch an vielen Orten möglich, mit dem Smartphone kontaktlos zu bezahlen. Dies ist mit einer App und einem NFC-fähigen Smartphone möglich.
Digitale Zahlungen setzen sich ebenfalls immer weiter durch. Neteller ist ein Beispiel eines schnellen Online-Bezahlservices, der sich auch immer mehr in Deutschland verbreitet. Skrill und Trustly sind E-Wallets (online Geldbörsen), in denen Geldbeträge aufbewahrt und zum Bezahlen verwendet werden können. Mit Neteller kann u. a. bei Musik-Bazaar, einem großen Musik-Onlinehandel, bezahlt werden. Auch die Facebook-Gaming-Plattform akzeptiert Neteller sowie andere große Spielewebsites wie das Spielcasino Betway, das eine Reihe von digitalen oder halb-digitalen Zahlungen wie PaysafeCard und PayPal annimmt. Skrill wird u. a. von Skype akzeptiert und Trustly hat sich zwar hierzulande noch nicht stark durchgesetzt, man kann damit aber u. a. bei Reiseveranstaltern wie Canarias.com bezahlen. PayPal wird inzwischen in 8 von 10 Online-Shops in Deutschland angenommen, so wie bei Zalando.

Selbst-scannen an der Kasse

Technische Fortschritte sind auch immer mehr in anderen Bereichen zu beobachten, so wie beim Selbst-Scannen von Lebensmitteln im Supermarkt, das in einigen Geschäften im Land möglich ist. So wird die Zeit, die sonst an der Kasse verbracht werden würde, stark verkürzt, denn es entstehen kürzere Schlangen. Bei IKEA gibt es diese Möglichkeit schon seit mehreren Jahren, in Supermärkten hat es sich aber noch nicht flächendeckend durchgesetzt.
In München hat eine Firma das Selbst-Scannen sogar einen Schritt weiter gebracht. Das Startup-Unternehmen mit dem Namen Scansation entwickelte eine App, durch die Waren im Supermarkt ganz einfach mit dem Smartphone gescannt werden können. Damit beschleunigt sich der Bezahlvorgang an der Kasse erheblich und es können Schlangen vermieden werden. Beim Verwenden des Selbst-Scannens müssen Kunden selbst Fotos von den gescannten Produkten aufnehmen, damit sichergestellt werden kann, dass jeder Artikel auch wirklich gescannt wurde.
Auch wenn sich Deutschland nur langsam den modernen Technologien öffnet, die in vielen Ländern schon lange beliebt sind, scheint es so als würde Lübeck große Sprünge machen. Moderne Technologien können Besucher bereits jetzt im Hansemuseum genießen, das interaktive Ausstellungen zeigt. Im Museum wird u. a. die elektronische Eintrittskarte dazu genutzt, um Displays zu aktivieren.
Könnte sich Lübeck in Deutschland nun durch die Modernisierung als Stadt mit Zukunftsvision abheben? Es muss sich herausstellen. Bürgermeister Jan Lindenau hat jedenfalls große Pläne für die Hansestadt und möchte dafür sorgen, dass sich Lübeck auch in Zukunft für Touristen und Einwohner als interessante und einladende deutsche Stadt positionieren kann. Wir freuen uns auf die Entwicklungen und bleiben gespannt. Denn wer weiß; vielleicht wird Lübeck ja in Zukunft zum neuen Aushängeschild für moderne Technologien in Deutschland!

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