Geflügelpest in Lübeck nachgewiesen

Veröffentlicht: 11.11.2016 19:04 | Autor: Niels

Am Mittwoch wurden erste Fälle von Geflügelpest (H5N8-Virus) bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Heute wurden erste Fälle bei einer privaten Geflügelhaltung in Lübeck-Travemünde bestätigt. Die Tiere des Hofes mussten aus diesem Zusammenhang tierschutzgerecht getötet werden.

Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe in Schleswig-Holstein müssen alle privaten und gewerblichen Geflügelhalter als Vorsichtsmaßnahme zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung alle Tiere im geschlossenen Stall unterbringen (Aufstallung). Die Ausstellung von Geflügel sowie Märkte und Veranstaltungen sind untersagt. Werden mehrere verendete Wildvögel innerhalb eines kleinen Umkreises aufgefunden, sollte die Feuerwehr informiert werden. Kontakt durch Menschen, Hunde oder Katzen zu den toten Tieren sollte vermieden werden.

Auf dem Hof in Travemünde mussten insgesamt 25 Gänse, 67 Enten und einige Tauben tierschutzgerecht durch Keulung getötet werden. Vermutlich wurden die betroffenen Tiere durch Wildvögel angesteckt. Um den Ausbruchsbetrieb wurde ein Sperrgebiet von drei Kilometern eingerichtet. Geflügel oder Geflügelerzeugnisse wie frisches Fleisch und Eier dürfen weder in dieses Gebiet hinein- noch aus diesem Sperrgebiet herausgebracht werden. Dies gilt vorerst für 21 Tage. Im Umkreis von 7 km wird ein Beobachtungsgebiet eingerichtet (15 Tage). Die Pflicht zur Aufstallung gilt weiterhin landesweit.

Die Übertragung des Virus durch den Verzehr von Geflügelfleisch ist laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sehr unwahrscheinlich. Anders als bei H5N1-Virus sind bei dem H5N5-Virus bisher keine Übertragungen auf den Menschen bekannt. Für Geflügel hingegen ist der Virus höchst übertragbar.

Artikel kommentieren oder bewerten >

Artikel mit deinen Freunden teilen:

Startseite | Datenschutz | Impressum